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RÜTGERS – Stiftung fördert Windkraftprojekt

Die Erzeugung von Strom durch Umwandlung der Windenergie ist ein wichtiges Gebiet der Nutzung regenerativer Energien. In Castrop-Rauxel kennt jeder den Windpark im Osten der Stadt. Zwei Klassen des Berufskolleg Castrop-Rauxel beschäftigen sich jetzt intensiver mit dem Thema. Gefördert wird dies mit fast 3000,- € von der RÜTGERS – Stiftung.

Die handwerkliche Herstellung kleiner Windkraftanlagen, die Aufstellung und Stromerzeugung und die Anpassung des Stromes an den jeweiligen Bedarf werden an eigenen Projekten erforscht.
Die Klasse der Jugendlichen ohne Ausbildungsverhältnisse (JOA 2009/2010 )  fertigte im Fachpraxisunterricht zunächst Bumerangs um die handwerklichen Techniken zu erlernen und die Bedeutung der richtigen Profilausformung für die Funktion kennen zu lernen. Zur Zeit werden Kleinwindräder mit 50cm Repellern gebaut. Ein guter Repeller, so heißt der Rotor eines Windrades, stellt große Anforderungen an die Präzision.
Mit den fertigen Kleinwindrädern werden zunächst Messungen in der Werkstatt durchgeführt. Bei welcher Drehzahl lässt sich welche Spannung, welche Leistung erzeugen? Können wir schon mit diesen kleinen Windrädern Batterien laden, wenn wir Gleichrichter bauen und einsetzten?
Außerdem müssen wir die Messtechnik kennen lernen und ausprobieren. Der Strom muss  erst einmal verstanden werden.
Anschließend geht es mit den Anlagen nach draußen. Mit Drahtabspannungen kann man für einige Stunden den Propeller in wenigen Meter Höhe aufstellen und dann leicht beobachten.  Auf welche Leistungswerte kommen wohl unsere Minianlagen? Wie gleichmäßig bläst der Wind? Finden wir auch in der Umgebung der Schule einen lohnenden Aufstellungsort?

Das Berufsorientierungsjahr ( BOJ 2010/2011 ) kann dann im nächsten Schuljahr die Erfahrungen der JOA - Klasse nutzen und nach den 50cm Rotoren auch an etwas größere Projekte gehen. Geplant ist auch ein Savonius-Rotor mit senkrecht stehender Drehachse. Hier soll der Wirkungsgrad zwar geringer sein, aber es heißt auch, dass solche Windanlagen mit ungleichmäßigen Winden und den Wirbeln am Boden besser zurecht kommen. Wir werden sehen, ob das auch für unsere Anlage zutrifft. Ausserdem wollen wir die erzeugte Spannung zumindest soweit erhöhen, dass wir 12 V Batterien laden können.

Durch die Förderung der RÜTGERS – Stiftung konnten bisher 2 Messgeräte mit optischen Schnittstellen zum Computer, ein Laptop dazu, Elektronikbauteile und Elektrowerkzeug, Fachliteratur und eine kleine Kamera zur Dokumentation angeschafft werden. Im weitern Projektverlauf können alle erforderlichen Bau-materialien wie Holz, Generatoren, Wellen und Lager, Batterien etc. gekauft werden.